Ziel der Reise war nicht nur das Kennenlernen einer der renommiertesten Weinbauregionen der Welt, sondern auch der fachliche Austausch mit der Partnerschule I.I.S. Umberto I in Alba sowie Einblicke in innovative und nachhaltige landwirtschaftliche Betriebe.
Weinbau auf höchstem Niveau
Bereits am ersten Exkursionstag standen Besuche renommierter Weinbaubetriebe auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in moderne Kellertechnik, regionale Rebsorten und die strengen Qualitätsvorgaben der piemontesischen Herkunftsbezeichnungen.
Besonders eindrucksvoll waren die historischen „Unterirdischen Kathedralen“ von Canelli, wo die lange Tradition der Schaumweinproduktion lebendig wurde.
In den weltberühmten Weinregionen Barolo, Barbaresco und Roero konnten unterschiedliche Betriebsphilosophien, nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden und die Bedeutung von Boden, Klima und Terroir unmittelbar erlebt werden.
Zu den fachlichen Höhepunkten zählten Besuche traditionsreicher Familienweingüter ebenso wie der international bekannten Kellerei La Spinetta, deren kompromissloses Qualitätsstreben und präzise Kellerarbeit beeindruckende Einblicke in die Spitzenklasse des italienischen Weinbaus boten.
Slow Food, Forschung und Nachhaltigkeit
Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe an die Universität der gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo, das internationale Zentrum der Slow-Food-Bewegung. Neben modernen Sensoriklaboren lernten die Schülerinnen und Schüler Forschungsprojekte zu Biodiversität, nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelqualität kennen.
Auch innovative landwirtschaftliche Betriebe standen auf dem Exkursionsprogramm. Ein Haselnussbetrieb zeigte den Weg vom Rohprodukt bis zur internationalen Vermarktung hochwertiger Spezialitäten.
Ein sozial engagierter Mischbetrieb beeindruckte mit nachhaltiger Landwirtschaft, Tierwohl und Bildungsangeboten für Kinder.
Den Abschluss bildete ein Trüffelbetrieb, der spannende Einblicke in Biologie, Kultivierung und Vermarktung dieser exklusiven Delikatesse sowie eine eindrucksvolle Trüffelsuche mit speziell ausgebildeten Hunden ermöglichte.
Fachlicher Austausch mit der Partnerschule in Alba
Den Mittelpunkt der Exkursion bildete der Besuch unserer Erasmus+-Partnerschule I.I.S. Umberto I in Alba, einer der traditionsreichsten Weinbauschulen Italiens.
Nach der Vorstellung des italienischen Ausbildungssystems besichtigte die Gruppe moderne Labore, das Schulweingut sowie die umfangreichen Versuchsanlagen der Schule.
Besonders wertvoll war der persönliche Austausch zwischen den österreichischen und italienischen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften beider Schulen. Dabei wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Ausbildungssysteme ebenso diskutiert wie aktuelle Entwicklungen im Weinbau.
Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Verkostung von Weinen, die an beiden Schulen produziert wurden.
Der direkte Vergleich österreichischer und italienischer Weinstile führte zu spannenden fachlichen Diskussionen über Rebsorten, Ausbau, Terroir und Sensorik und verdeutlichte eindrucksvoll den hohen Ausbildungsstandard beider Schulen.
Lernen durch Praxis und internationale Begegnungen
Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie eng moderner Weinbau heute mit Nachhaltigkeit, Innovation und internationaler Zusammenarbeit verbunden ist.
Gleichzeitig bot sie zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen, andere Kulturen kennenzulernen und den europäischen Gedanken im Rahmen von Erasmus+ aktiv zu erleben.
Mit vielen neuen fachlichen Erkenntnissen, wertvollen Erfahrungen und unvergesslichen Eindrücken kehrte die Reisegruppe nach fünf intensiven Tagen wieder nach Österreich zurück.
Unser herzlicher Dank gilt der Partnerschule I.I.S. Umberto I in Alba, allen besuchten Betrieben sowie dem Erasmus+-Programm, das diesen internationalen Austausch ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zur fachlichen und persönlichen Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler leistet.
#unserwissenträgtfrüchte