Trockenheit fordert unsere Weingärten

Das heurige Jahr stellt den Weinbau vor große Herausforderungen.

Die anhaltende Trockenheit hinterlässt deutliche Spuren in den Weingärten: Die Beeren bleiben kleiner, die Erträge fallen teilweise deutlich niedriger aus.

Zusätzlich sind vielerorts Trockenschäden und Sonnenbrand an den Trauben zu beobachten.

Herausforderungen für Weingarten und Keller

Die Auswirkungen der Trockenheit beschränken sich jedoch nicht auf den Weingarten. Auch für die Kellerwirtschaft ergeben sich daraus besondere Anforderungen. Bereits bei der Verarbeitung der Trauben und der Mostbehandlung sollte heuer besonderes Augenmerk auf eine geeignete Gerbstoffkorrektur gelegt werden.

Abhängig von der jeweiligen Ausgangssituation kann es sinnvoll sein, die Menge der eingesetzten Gerbstoffschönungsmittel entsprechend anzupassen. Eine sorgfältige Beurteilung des Lesegutes und des Mostes ist daher heuer besonders wichtig.

Eindrücke aus dem Weingarten

Die aktuellen Aufnahmen vermitteln einen unmittelbaren Eindruck von den Herausforderungen dieses Jahrgangs: Sie zeigen massive Trockenschäden, stark besonnte Trauben sowie einen bereits goldgelben Donauriesling.

Ein besonderer Schnappschuss entstand beim Grünen Veltliner: Neben einer von Sonnenbrand betroffenen Traube war dort auch eine Gottesanbeterin zu entdecken.

Das heurige Jahr zeigt einmal mehr, wie eng Witterung, Weinbau und Kellerwirtschaft miteinander verbunden sind. Die zunehmenden klimatischen Herausforderungen machen eine genaue Beobachtung der Reben und eine angepasste Bewirtschaftung und Verarbeitung des Lesegutes immer wichtiger.

Die aktuellen Bedingungen stellen den Weinbau vor große Herausforderungen – bieten aber zugleich wertvolle Erkenntnisse für Forschung und Praxis.

Veröffentlicht am 25.08.2026