Auch heuer, am 24. April 2026, war die HBLA und BA für Wein- und Obstbau wieder mit dabei und zeigte gemeinsam mit weiteren Dienststellen des BMLUK spannende Einblicke in ihre Forschungsarbeit – im besonderen Ambiente des Palmenhauses im Wiener Burggarten.
An insgesamt vier interaktiven Stationen konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden und Forschung hautnah erleben.
Reife Trauben und moderne Analytik
An der ersten Station drehte sich alles um die Frage: Wann ist eine Traube wirklich reif?
Unter der Anleitung von Phillip Eder, Sezer Sari und Laura-Marie Reither bestimmten die Gäste den Zuckergehalt von Traubensaft und analysierten die Säure im Wein.
Dabei wurde anschaulich vermittelt, wie naturwissenschaftliche Methoden in der Weinbereitung zur Qualitätssicherung beitragen.
Apfelnektar im Vergleich
Warum unterscheiden sich Apfelnektare in verschiedenen europäischen Ländern?
Dieser Frage widmeten sich Monika Graf und Vanessa Praznik. Sie erklärten, warum in südlichen Ländern wie Italien häufig Apfelnektare aus Apfelmark angeboten werden, während in Österreich vor allem Produkte aus Apfelsaft erhältlich sind.
Besonders beliebt war die Verkostung beider Varianten aus derselben Rohware, bei der die Unterschiede direkt erlebt werden konnten.
Nachhaltiger Pflanzenschutz im Fokus
Großes Interesse weckte auch die Station zum nachhaltigen Pflanzenschutz im Wein- und Obstbau.
Christian Redl, Robert Hack, Michael Krutzler, Andreas Harm (RTD), Jonas Cesian (RTD) und Monika Riedle-Bauer präsentierten aktuelle Forschungsansätze – von KI-gestützten, wetterbasierten Prognosemodellen über PIWI-Rebsorten bis hin zu innovativen biobasierten Wirkstoffen gegen Pilzkrankheiten.
Ebenso vorgestellt wurden nachhaltige Methoden zur Bekämpfung von Blattläusen sowie Forschungsarbeiten zu alten Obstsorten und deren Toleranz gegenüber Phytoplasmosen.
Besonders beeindruckend für viele Besucherinnen und Besucher waren die Einblicke durchs Mikroskop: Marillenblattläuse, Birnblattsauger und Sporangien des falschen Rebenmehltaus konnten aus nächster Nähe betrachtet werden.
Innovative Getränke aus Trauben
Ein weiterer Publikumsmagnet war die Verkostungsstation mit trendigen Getränken aus Trauben.
Michael Doberer und Bernhard Schmuckenschlager präsentierten unter anderem den ersten vollständig in Österreich hergestellten, alkoholfreien Wein gemeinsam mit dem dazugehörigen Ausgangswein (Traminer).
Darüber hinaus konnten Traubensaft, „Fizzy Drink and Drive“, alkoholreduzierter Wein, Amphorenwein, Donauriesling-Sekt, Veltlonner und CSM verkostet werden.
Die Besucherinnen und Besucher erhielten dabei spannende Einblicke in Herstellung und Besonderheiten der einzelnen Produkte.
Großer Andrang bis spät in die Nacht
Auch unsere Schule sowie Produkte aus dem Ab-Hof-Verkauf wurden vorgestellt. Ricarda Groiss-Besenhofer präsentierte das vielfältige Angebot, während Thomas Kaiser den Aufbau und Transport der Stationen tatkräftig unterstützte.
Besonders gefreut hat uns der Besuch von Bundesminister Norbert Totschnig sowie zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BMLUK, die die Gelegenheit für Fachgespräche und Verkostungen nutzten.
Bei herrlichem Frühlingswetter wurde die Veranstaltung bis spät in die Nacht sehr gut besucht. Die Begeisterung der zahlreichen Gäste zeigte einmal mehr, wie spannend und vielseitig Forschung im Wein- und Obstbau sein kann.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden für die Organisation, den Aufbau und die engagierte Präsentation unserer Arbeit!